Wie arbeiten Berufliche Gymnasien?

Alle Gymnasialen Oberstufen im Land Bremen gliedern sich in die Einführungsphase (1. Jahr der Oberstufe) und die Qualifikationsphase (2. u. 3. Jahr). Am Ende steht das Abitur, die allgemeine Hochschulreife, mit der man jedes Studium und jeden Ausbildungsberuf ergreifen kann. All das gilt auch für die Beruflichen Gymnasien.

Mit der Anmeldung für die Oberstufe wählt man Profile als Schwerpunktsetzung. Die Gymnasialen Oberstufen an den durchgängigen Gymnasien, den Schulzentren und den Beruflichen Gymnasien unterscheiden sich bei diesen Profilen. Bei allen anderen Fächern und Anforderungen folgen sie identischen Lehrplänen und alle nehmen am für alle gleichen Zentralabitur teil. Dies gilt auch für die Beruflichen Gymnasien.

Die Profile der Beruflichen Gymnasien orientieren sich an Berufsfeldern, sie bereiten aber nicht auf einzelne Berufe vor. Neben den fachlichen Inhalten der Berufsfelder stehen auch und gerade an Beruflichen Gymnasien die überfachlichen Schlüsselqualifikationen im Zentrum: Methodisches Arbeiten, Teamarbeit, Projektarbeit usw. Dieser Ansatz wird durch die verstärkte praktische Arbeit gestützt und zeigt sich konkret im Kurs Fachpraxis. Auch wenn mit dem Abitur die allgemeine Hochschulreife erworben wird, ist es wohl von Vorteil, wenn man Studium oder Berufsausbildung an den Profilfächern orientiert; dies gilt insbesondere wegen der Veränderungen an den Hochschulen hin zu Bachelorstudiengängen.

Den Beruflichen Gymnasien ist zudem gemeinsam, dass alle Schüler/-innen mindestens in Grundkursen in wirtschaftlichen und informationstechnischen Inhalten beschult werden. Dies sind aus unserer Sicht Grundkenntnisse, die für jedes Studium, für jede Ausbildung und jeden Beruf benötigt werden. Auch in diesen Kursen spielen Praxisbezüge eine verstärkte Rolle. Alle Schüler/-innen nehmen zudem an einem Praktikum teil.

Zugangsvoraussetzung ist die Versetzung in die Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe bzw. ein gleichwertiger Abschluss aus Ober-/Gesamtschulen, Realschulen oder Berufsfachschulen (Mittlerer Schulabschluss/MSA mit bestimmten Noten). Schüler/-innen mit qualifizierter Fachhochschulreife können in die Qualifikationsphase eintreten. Für Realschüler/-innen bzw. Schüler/-innen mit MSA, die eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, bestehen besondere Möglichkeiten.

Die Anmeldung erfolgt für Schüler/-innen, die sich in einer Bremer Schule in der Sekundarstufe I befinden, über das übliche Verfahren in ihren Schulen bis zum 10. Februar. Anmeldeformulare erhält man in der abgebenden Schule. Andere Bewerber/-innen melden sich direkt bei der jeweiligen Schule an.

 

Verordnung über das Berufliche Gymnasium im Land Bremen

Abiturverordnung für das Land Bremen